Mit seinem Erscheinungsbild soll der Bahnhof Klinikum Großhadern den Fahrgast auf die nähere, landschaftlich geprägte Umgebung der Endstation einstimmen. Dieser Gedanke zeigt sich vor allem in einer malerischen Bearbeitung der Email-Wandverkleidung, die das Motiv "Alpenvorland" aufgreift und den Wechsel der Jahreszeiten darstellt.

Das Landschaftsbild wird ergänzt durch eine Decke mit wolkenähnlich geformten Lamellen in heiterer Farbgebung. Die Säulen des Bahnhofs wurden mit dunkelbraun glasierter Keramik verkleidet und können als Allee-Bäume gedeutet werden.

Der Ansatz einer sehr konkreten Landschaftsillusion dürfte wohl auch dem Wunsch der vielen Patienten und Besucher des Klinikums nach positiven Momenten entgegenkommen. Die Zugangsbereiche an der Oberfläche mit Busbahnhof und angrenzendem P+R-Parkplatz sollen als zusammenhängende Verkehrsanlage erlebbar sein.

Zwei großzügig dimensionierte Pyramiden in Stahl- und Glaskonstruktion überspannen die beiden Schalterhallen und bilden einen städtebaulich wirksamen Akzent im Blickfeld des Klinikums. Vor der mächtigen Kulisse des Großklinikums sind sie ein transparentes, abends leuchtendes Großsignal, als Zeichen für den Bahnhof.





Daten und Zahlen

Gestaltungskonzept und Ausführungsplanung: Arch. Büro Prof. Paolo Nestler
Wandgestaltung in Email: Eckard Hauser
Bemalung der Windschutzwände am Bus-Bahnhof: Kinder der Montessori Schule
Rohbaugestaltung: U-Bahn-Referat, Abt. Architektur
Bauzeit: 1987 - 1993
Kosten: 269 Mio DM
Bauabschnitt: "U6-West-Klinikum"
Eröffnung: 22.05.1993


Hier noch weitere Bilder vom Haderner Stern:

Panoramabild U-Bahn-Station Klinikum Großhadern




Quelle: U-Bahn-Referat