Bedingt durch die besondere Lage dieses Bahnhofes, der etwa zur Hälfte unter der (noch) unbebauten Panzerwiese liegt, zeigt die Station Dülferstraße eine vergleichsweise ungewöhnliche Raumstruktur: Die Zugänge sind konzentriert auf den westlichen Teil des Bahnhofes mit unterirdischem Zwischengeschoß in Form einer umseitig begehbaren Galerie. Zwei Lichtöffnungen in der Decke und ein Durchbruch über dem Bahnsteig beleben das Bauwerk und machen es "transparenter".

Nach Osten hin erweitert sich der Raum über dem Bahnsteig zu einer großzügig bemessenen Halle, die mit ihrer gewölbten Decke und hoch aufragenden Mittelstützen ein Gefühl von erhebender Freiheit vermitteln soll.

Die positive Wirkung auf den Fahrgast ist auch ein Anliegen bei der Ausführung der dekorativen Gestaltung. Farbige Glasverkleidungen an den Außenwänden sind ein Beispiel dafür. Senkrecht gegliederte Farbstreifen sind hier an der Rückseite von schlagfestem Verbundglas aufgebracht; ihr buntes Spiel im regenbogenartigen Verlauf schafft eine heitere Atmosphäre und wirkt zugleich durch das einheitlich verwendete Material als integrierendes Element, mit dem die unterschiedlichen Raumsituationen des Bahnhofes verbunden werden.






Daten und Zahlen

Gestaltungskonzept und Ausführungsplanung: Architekturbüro Lanz mit Dr. Jürgen Rauch
Farbgrafik der Glaswände: Büro Lanz/Ricarda Dietz
Lichtplanung: Werner Lampl
Rohbaugestaltung: U-Bahn-Referat, Abt. Architektur
Bauzeit: März 1987 - Oktober 1996
Kosten: 755 Mio DM
(für den kompletten Bauabschnitt U2-Nord)
Eröffnung: 26.10.1996


Hier noch weitere Bilder von der Dülferstraße:

Panoramabild U-Bahn-Station Dülferstraße




Quelle: U-Bahn-Referat